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Artikel: Die Verdauung beginnt im Mund.

Vertering begint in de mond

Die Verdauung beginnt im Mund.

Warum Kauen Ihre Geheimwaffe ist

Auf der Suche nach schnell verfügbaren Kohlenhydraten haben wir etwas Wesentliches vergessen: Der menschliche Körper ist auf Kauen ausgelegt. Der Aufstieg von Flüssiggels hat zu der Annahme geführt, wir könnten die Verdauung „überspringen“. Doch den Verdauungsprozess zu ignorieren bedeutet, die Effizienz unseres Körpers zu beeinträchtigen.

Der Startschuss: Die Kopfphase

Die Verdauung ist ein aktives Zusammenspiel von Kiefer und Gehirn. Peyron et al. (2017) betonen in ihrer Übersichtsarbeit den Zusammenhang zwischen Kauen und Verdauung: „Kauen ist ein starker sensorischer Reiz, der über den Vagusnerv die Freisetzung von Magensäften und Pankreasenzymen reguliert. Dadurch wird der Magen-Darm-Trakt optimal auf die Nährstoffaufnahme vorbereitet.“ Durch das Kauen wird der Verdauungstrakt bereits vor dem ersten Bissen neurologisch aktiviert; das Verdauungssystem ist somit optimal vorbereitet und die Nährstoffaufnahme beschleunigt.

Stabiler Glukosespiegel und die „Hirnachse“

Forschungen von Korpela et al. (2020) bestätigen, dass der physische Akt des Essens die Blutzuckerreaktion verbessert: „Die orale Verarbeitung erhöht die frühe Insulinausschüttung, was für die Aufrechterhaltung der Glukosehomöostase entscheidend ist.“ Kauen hilft dem Körper, Zucker gleichmäßiger zu verarbeiten; ein starker Blutzuckeranstieg wird verhindert, da die Bauchspeicheldrüse sofort die benötigte Insulinmenge freisetzt. Darüber hinaus ist dieser mechanische Druck mit der Aktivierung von Hirnarealen verbunden, die für Konzentration und Stressregulation zuständig sind, wodurch die geistige Leistungsfähigkeit während der Fahrt gesteigert wird.

Die vernachlässigte Maschine: Mundgesundheit

Unzureichendes Kauen hat direkte Folgen für Ihre Zähne. Eine aktuelle Studie von Hrubša et al. (2022) unterstreicht die schützende Rolle des Speichels: „Die mechanische Stimulation beim Kauen erhöht den Speichelfluss deutlich, was für die Neutralisierung von Säuren und die Remineralisierung des Zahnschmelzes unerlässlich ist.“ – Wenn Sie nicht kauen, produzieren Sie weniger Speichel, um Zucker wegzuspülen. Ihre Zähne sind daher Säuren ausgesetzt, ohne dass Ihr körpereigenes Reinigungssystem aktiviert wird. Das Kauen fester Nahrung reinigt Ihre Zähne mechanisch und regt die Durchblutung des Zahnfleisches an.

Die mechanische Ruhe: Motilität und Matrix

Laut dem Standardwerk der medizinischen Physiologie von Guyton und Hall ist die physikalische Form der Nahrung entscheidend für die Darmruhe: „Feste Nahrung und der Kauvorgang regen die Motilität (die Bewegung des Magen-Darm-Trakts) so an, dass der Übertritt von Glukose in den Dünndarm reguliert wird.“ Kauen wirkt wie ein natürliches Ventil, das nach und nach Energie freisetzt; dies reduziert den osmotischen Stress deutlich und verringert das Risiko des berüchtigten Völlegefühls und von Magenkrämpfen während des Trainings.

Ihre Strategie: Vom Schlucken zum Füttern

Die Wissenschaft ist eindeutig: Ihr Körper erwartet Textur. Für den ambitionierten Sportler bedeutet das:

  • Aktivieren Sie Ihr System: Essen Sie während des Trainings feste Nahrung, um Ihre Verdauung und Ihr Gehirn aufrechtzuerhalten.

  • Schützen Sie Ihre Zähne: Wechseln Sie Gele mit festen Beißringen ab, um den Speichelfluss anzuregen und Erosionen vorzubeugen.

  • Finde den Flow: Arbeite mit deinem Körper, anstatt ihn zu überfordern. Ein ruhiger Magen und klare Konzentration sind die Grundlage für einen Zustand, in dem alles wie von selbst zu fließen scheint.


Zitat

  • Peyron, M.A., et al. (2017). Kauen und sein Einfluss auf die menschliche Gesundheit. [Frontiers in Physiology.]

  • Korpela, R., et al. (2020). Orale Verarbeitung und glykämische Reaktion. [Nutrients.]

  • Hall, J.E., & Hall, M.E. (2020). Guyton and Hall Textbook of Medical Physiology (14. Aufl.). [Elsevier.]

  • Hrubša, M., et al. (2022). Biologische Rolle des Kauens für die Mundgesundheit. [Nutrients.]